Leserbrief, Bad Vilbeler Anzeiger, 28.01.2021

Arbeitskreis „Bad Vilbeler Stadtwald“ entsetzt über Anschuldigungen

Der Bad Vilbeler Arbeitskreis zeigt sich entsetzt über den neuerlichen Versuch, diesmal von Seiten des Magistrats der Stadt Bad Vilbel im Vilbeler Anzeiger (Artikel „Der Direkte Draht“ vom 28.01.2021), die Initiative zu diskreditieren. Nach den vorangegangenen und haltlosen Vorwürfen, hier würde versucht, die Arbeit eines Revierförsters in den Schmutz zu ziehen, folgen nun weitere Unterstellungen, die der Arbeitskreis scharf zurückweist. Es gibt kein “hinten herum“ noch irgendwelche Versuche der Denunziation. Alle Handlungen, Schreiben, fachlichen Kommentare und Meinungen werden auf der dafür eingerichteten Webseite (www.badvilbel-wald.de) transparent und unverfälscht dargestellt.

Auch der Bürgermeister und die Mitglieder des Magistrats wurden ausdrücklich eingeladen, hier zu veröffentlichen und so einen bürgerschaftlichen Austausch zu ermöglichen. Das wurde bisher nicht angenommen.

Stattdessen wird weiter mit Unterstellungen operiert. Eine etwaige Anfrage, wie sie der Artikel unterstellt, gibt es von Seiten des Arbeitskreises nicht. Selbst wenn das so wäre, würden in diesem Fall Bürger ihre von der Verfassung garantierten demokratischen Rechte wahrnehmen. Und genau dieses sollten sich die Kritiker der Initiative „hinter die Ohren schreiben“. Wie in zahlreichen Kommentaren auf der Petitions- und der Webseite zu lesen ist, kritisieren die Unterzeichner häufig die undurchsichtigen Entscheidungen der Amtsträger in Bad Vilbel auch über das Thema Wald hinaus.

Im Falle der Waldbewirtschaftung werden fortgesetzt und ohne weitere Prüfung einseitig die Argumente von HessenForst kolportiert. Es gibt hessenweit zahlreiche Bürgerinitiativen, die sich gegen die Art der Waldbewirtschaftung von HessenForst wenden. Anerkannte Fachleute wie Norbert Panek (auch einer der Unterzeichner der Petition) setzen sich seit Jahren für neue Methoden in der Forstwirtschaft ein: „Der von Vertretern von Hessen-Forst beklagte Zustand unserer Wälder ist nicht nur klimabedingt, sondern in der Vergangenheit durch forstliche Fehler hervorgerufen.“ Des Weiteren gibt es immer mehr Kommunen, die andere Wege gehen.

Der Arbeitskreis setzt sich von Beginn an für ein Umdenken in der Bewirtschaftung des Waldes ein (1. Satz der Petition) und fordert dazu die Wiedereinsetzung einer Kommission, die es bereits gab.

Hinter der Forderung steckt der Wunsch, die Waldbewirtschaftung endlich auf interdisziplinäre Füße zu stellen, also Ökonomie und Ökologie gleichrangig zu betrachten. Dies ist keine Forderung irgendwelcher Spinner oder Leute „die es gut meinen“ aber letztlich keine Ahnung haben. Das wird in Fachkreisen, und dazu zählen eben nicht nur die Forstwirtschaftler, weltweit so gefordert.

Es ist, wie im ganz normalen Leben, schwerwiegende Probleme bedürfen einer Zweitmeinung. Die verantwortlichen Politiker der Stadt Bad Vilbel, mit ihrem auf Zeit verliehenen Mandat, haben die Pflicht, zum Wohle der Stadt zu handeln.

Hieraus ergibt sich auch die Pflicht, abzuwägen, Diskurse zu führen und sich allseits kundig zu machen. Aus dem Zusammenhang gerissene fachliche Argumente, zudem vorgetragen ohne irgendwelche Belege, und die Unterstellung einen Urwald anzustreben, der für die Bürger dann nicht mehr nutzbar wäre, ist der falsche Weg auf das Engagement von Bürgern zu reagieren.

Gunther Salomon i. V. des Arbeitskreises „Bad Vilbeler Stadtwald“

Leserbrief, Bad Vilbeler Anzeiger, 28.01.2021

Bad Vilbeler Anzeiger, 28.01.2021

Presse, Dienstag 17.12.2020

Minkel vermisst den Respekt

Die Kritik des neuen Arbeitskreises „Stadtwald Bad Vilbel“ zum „immensen Holzeinschlag“ bezeichnet Stadtrat Klaus Minkel als „äußerst schäbig und fachlich unqualifiziert“. Die Arbeit des bewährten Revierförsters Link öffentlich anzugreifen, nachdem er gerade in den Ruhestand gegangen sei, „das hat der Revierförster nicht verdient“. Im Gegensatz zu seinen Kritikern sei Link ein ausgewiesener Fachmann. „Wenn er Bäume zur Fällung freigibt, dann geschieht es zum Wohle des Waldes.“ Es liege eine fachliche Konzeption vor, die den Erhalt des Waldes zum Ziel habe. „Damit die sachliche Arbeit gewährleistet ist, muss die Konzeption erst nach dem sich abzeichnenden unsachlichen Wahlkampf vorgestellt werden, damit sie keinen Schaden nimmt.“ Die Konzeption verwerfe den fachlich überholten Gedanken, den Wald durch Nichteinschlag stillzulegen. Auf mittlere Sicht würde der Wald nicht mehr ausreichend CO2 binden können, weil das verrottende Holz zu viel CO2 freisetze. „Das hat der grüne Experte Peter Paul nicht bedacht. Die fachfremden Kritiker denken zu kurz. Auch würde ein toter Wald den Vilbelern nicht gefallen.“ Deutschland sei ein Holzimportland. „Kann jemand behaupten, dass es ökologischer ist, Holz zum Beispiel aus Brasilien nach Deutschland zu verschiffen? Ich hoffe, dass nach der Wahl wieder Vernunft und Sachlichkeit einkehren und sich die Kritiker von der Fachkompetenz der staatlichen Forstverwaltung überzeugen lassen, die unseren Wald bewirtschaftet.“ Zum Artikel des Wetterauer Anzeigers.

Presse, Mittwoch 16.12.2020

Neuer Arbeitskreis für Stadtwald

Am Montag, den 14.12.2020 hatten wir im  Stadtwald eine Begehung mit der Presse, um das Ausmaß der Fällungen aufzuzeigen und unsere Forderungen öffentlich zu machen. Mehr dazu auf der Website der Wetterauer Zeitung, FRankfurter Neue Presse und der Frankfurter Rundschau. Einige Bürger waren vor Ort, die gerne an der Veranstaltung teilnehmen wollten, da der Vilbeler Anzeiger irrtümlicherweise die Veranstaltung als öffentlich bekannt gegeben hatte.

Artikel Wetterauer Zeitung 16.12.2020

Bad Vilbeler Anzeiger, 10.12.2020